Archiv für die Kategorie ‘Kommerzialisierung’

  • Aufwendung

    Bisher hatte jedes vollbrachte Werk seinen Präsentationsraum. Wollte man sich ein Gemälde eines Künstlers ansehen musste man in ein Museum oder eine Ausstellung gehen. Wollte man einen Film anschauen, ist man ins Kino gegangen oder hat das Fernsehprogramm durchstöbert. Um dann, zu einer vorgegebenen Zeit, abgestimmt mit dem Durchschnitts-Fernsehverhalten der Nation, meistens um 20:15 Uhr einen bestimmten Film zu sehen. Wollte man lesen wurde der Weg in eine Buchhandlung oder Bibliothek gesucht und etwas Entsprechendes gekauft beziehungsweise ausgeliehen. Oder es wurde eine Zeitung beim Kiosk besorgt, wenn sie nicht schon als Abonnement regelmäßig im Briefkasten landete. All diese Dinge sind mit Geld entlohnt worden, Eintrittsgelder, GEMA Gebühren, Kaufverträge wurden abgeschlossen. Für alles musste ein extra Endgeld entrichtet werden, zusätzlich zu dem Wegaufwand zu den entsprechenden Informationsquellen

  • Freiheitliche Entwicklung

    Die freiheitliche Nutzung des Web, im Sinne von Berners-Lee steht aktuell in Widerspruch zu den kommerziellen Möglichkeiten, die das Web bietet. Der freie Zugriff auf Daten und die Möglichkeit diese zu manipulieren und auf kreative, vielfältige Weise zu republizieren sind unbedingte Bestandteile des Web

  • Veröffentlichung

    Es stellt wahrscheinlich gerade die Einfachheit der Vervielfältigung von digitalen Informationen, den größten Risikofaktor dar. Konflikte tauchen in dem Moment auf, in dem eine Person oder Firma seine Daten zwar im Web veröffentlichen will aber nicht möchte das diese ohne Lizenz gesehen oder weiterverbreitet werden

  • Werbemasse

    In der Geschichte der Medien ist Werbung eine fester Bestandteil. Radio- und TV-Sendungen sind meistens durch Werbeblöcke unterteilt. In Printmedien werden Werbeanzeigen ganzseitig angezeigt. Im Web gibt es personalisierte Werbung, virales Marketing, Pop Up´s und E-mails. Der kommerzielle Anteil scheint enorm. Werbung, Konsum und kapitalistische Strukturen ziehen sich quer durch die Medien und bestimmen Aussehen und Trends

  • Einmal Einschelten

    Der Fernseher muss nur eingeschaltet werden und schon öffnet sich das Fenster, in dem man noch einen Kanal auswählen kann. Anschließend rauscht die gesamte Bandbreite von Werbung ins Haus

  • Finanzierung

    Moralische Vertretbarkeit aber vorallem auch der Preis / Nutzen Faktor wird von Kritikern und Produzenten immer wieder aufgerollt. Der Aufwand der erbracht wird um einen Werbespott zu drehen muss sich in den Verkaufszahlen des Produkts wiedergeben. Während die Fernsehsender ihre Ausgaben darüber finanzieren Werbepausen einzublenden, wollen sie die Zuschauer nicht vergraulen und zum Umschalten animieren

  • Zahlung aus Priorität

    Mittlerweile hat sich ein Muster herausgeformt. Menschen die viel Wert auf gute, ungestörte Fernsehstunden setzten und es sich leisten können, zahlen für einen Sender ohne Werbeunterbrechung extra

  • Vertragskosten

    Zukünftig könnten werbefreie Webseiten kostenpflichtig seind. Es wäre auch zu vermuten, dass Onlinedienste die bisher kostenlos waren, in absehbarem Zeitraum zu einem vertraglich gebundenem Verhältnis wechseln

  • Ein Web ohne Werbung

    Wie weit kann die Werbung gehen? Was ist vertretbar? In wie weit ist es sinnvoll Werbung zu schalten und ab wann ist es zu viel? Sollte das Netz ganz ohne Werbung funktionieren

  • Googlewerbung

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    “Das Werbesystem von Google ist zudem explizit darauf ausgelegt, herauszufinden, welche Botschaften am ehesten unsere Aufmerksamkeit erregen und diese Botschaft dann in unserem Gesichtsfeld zu platzieren.” 7 (Nicholas Carr, Wer bin ich wenn ich Online bin… und was macht mein Gehirn solange? Wie das Internet unser Denken verändert, Karl Blessing Verlag, 1. Aufl. 2010, S. 246)

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