Archiv für die Kategorie ‘Mensch’

  • Dezentrierung

    “Das Internet entwickelte bereits vor dem Web eine dezentralisierte technische und soziale Architektur. Diese bildeten sich schrittweise durch die Entwicklung der technischen und sozialen Maschinerie heran.”1 (Timothy Berners-Lee, Der Web Report -Der Schöpfer des World Wide Web über das grenzenlose Potential des Internetz, Econ Verlag, 1999, S. 296)

  • Unser Alltag

    Das Web ist die effektivste Form der Internetnutzung, ein Netz, das sich durch Linkverknüpfungen im digitalen Raum webt und sich endlos ausbreiten kann und in diesem Moment weiter wächst. Ein Platz der in virtuellen, nicht zählbaren Kanälen Wissen für die Ewigkeit speichert. Für jede Person mit einem Internetzugang besteht freier Interaktionszugang auf den Informationsfluss. Genau diese Möglichkeit brachte den rasend schnellen Erfolg dieses Mediums. Es hat alle anderen Propaganda Maschinen bereits vereinnahmt und zu einem Konglomerat aus Kommerz, Bildung, Kommunikation, Unterhaltung, Information und öffentlichem Raum geschaffen

  • E-mail

    Es ist anzunehmen das Schrift seit ihrer Erfindung als Kommunikationsmittel eingesetzt wird. Briefe sind seit der Erfindung der Post um mindestens einhundertmal in der Vermittlungsdauer beschleunigt worden. Nicht schnell genug für das Internet. Innerhalb von Sekunden wird ein Brief beziehungsweise Text übermittelt. Die E-mail Funktion ist wahrscheinlich so etwas wie ein “Einsteiger-Tool”. Die häufigste Notwendigkeit eines Internetmuffel ist ein E-mail Account. Früher oder später wird die Abneigung gegen das Netz durch das Bedürfnis nach einem online Postfach überwunden und die erste Registrierung und Namensnennung im Netz wird vollzogen

  • Chat

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    Sofortnachrichten, die so genannten Chats, sind ebenso einfach wie naheliegend und haben sich etabliert. Vor allem junge Leute die sich oft in expliziten Chat-Foren oder auf Spielseiten mit Chatfunktion treffen, kommunizieren regelmäßig darüber. Die eingetippten Nachrichten werden übermittelt, sobald der Verfasser den entsprechenden Befehl dazu gibt. In diesem Moment erscheint der Text auf dem Bildschirm des Anderen. Die Konversation kann in einer Gruppe oder zwischen zwei Menschen stattfinden. Die Anonymität des Ganzen könnte der usschlaggebende Vorteil gegenüber dem Telefonieren sein. Jeder kann mit jedem schreiben. Die Notwendigkeit einer physischen Begegnung löst sich im Chat auf. Ohne sich zu sehen oder zu hören, unterhalten sich Menschen und lernen sich kennen. Ob und in wie weit das eine virtuelle Beziehung bleibt und wie viel reale Persönlichkeit dabei eine Rolle spielt, ist und bleibt eine offene Frage. So manch eine “reale” Beziehung oder Freundschaft ist schon aus der virtuellen Kommunikation hervor gegangen

  • Überwachung

    Die Suchmaschinen erlauben sich Konsumgüter auf verschiedensten Seiten anzubieten und Anfragen von Nutzern zu dokumentieren. Jeder Schritt im Web wird aufgezeichnet und hat offensichtliche Reaktionen zur Folge. Anders als im öffentlichen Raum wird tatsächlich personenbezogene, individuelle Werbung angezeigt. Es bleibt nicht aus, dass sich das Individuum beobachtet und ausspioniert fühlt. Das führt zu einem anderen Bezug zu Werbung, einem persönlicherem

  • Werbeträger

    Virales Marketing ist bereits ein Begriff der sich eingespielt hat. Allerdings hauptsächlich auf dem Prinzip basierend das es sich, ganz im Sinne von Berners-Lee, selbst verbreitet, Je mehr Menschen sich ein bestimmtes Video anschauen und empfehlen, je mehr Verlinkungen gemacht werden, je mehr Klicks desto erfolgreicher ist die Werbung. Dieses Prinzip funktioniert in der Regel nur dann wenn eine wirklich gute Idee oder eine lustige Begebenheit dahinter steckt. Nicht jedes Produkt hat einen Spaß-Charakter und lässt sich durch eine schnelle Online-Werbekampagne anpreisen, da die Werbeträger in diesem Fall die Konsumenten selbst sind und sich wahrscheinlich erst mit der Aussage identifizieren wollen, bevor sie es unter ihrem Namen weiterempfehlen

  • Mausgesteuertes Interesse

    Die Art wie Werbung im Internet funktioniert kann sehr nützlich sein für das Bewusstsein der eigenen Verantwortung im Konsumverhalten. Es wird mir jeden Tag vor Augen geführt, welche Produkte das Web für mich persönlich vorsieht, welche Links ich verfolgt habe. In jedem dieser Momente des Interesses passiert automatisch eine Reflexion meines eigenen Bedarfs. Die Nutzung eines Computers ist der Zutritt in die virtuelle Welt. Die selbst ausgeübten Maus- und Tastaturbewegungen der Hände und Finger entscheiden darüber was passiert. Nichts geschieht ohne das eigene Zutun. Die eigene Aktion wird vom Verstand bestimmt. Damit auf dem Bildschirm meist angekündigte Informationen zur Verfügung stehen, ist der Wille dafür Voraussetzung

  • Interaktionion im Web

    Anders als auf der Straße und im Fernsehen werde ich im Netz nur angefragt und nicht mit allen Produktwerbungen in vollem Ausmaß überflutet. Man entscheidet sich nicht für eine Webseite und kann sich dort ohne eigenes Zutun mit Inhalten berieseln lassen. Sondern es wird angezeigt was mich interessieren könnte. Das bedeutet es findet im Netz eine bewusstere Art des Werbe – Konsums statt, die eigene Interaktion ist ausschlaggebend. Nichts passiert ohne eigenes Interesse. Internetseiten wollen besucht werden und können dezente Einladungen aussprechen

  • Digitale Kulturkritik

    Eine philosophische Sicht auf das Web, begründet aus der Besorgnis eines Literaten, verfasst in den frühen Anfängen der “Web-Invasion” wird von Villém Flusser beschrieben. Detailliert werden Vor- und Nachteile einer digitalen Gesellschaft benannt und durchleuchtet. Vertiefend auf das Individuum eingehend, zeigen sich weitere “Katastrophen” auf, die der Web-Überflutung hinterherziehen und Reformierung erzwingen

  • Richtungswandel

    Die bildliche Metapher, von einer Multimediamaschiene getragen auf einem überholten Technik der Fortbewegung wird von Flusser eingehend aufgegriffen, wenn auch vor allem gewarnt, sind die Aussagen von aufklärender Wichtigkeit. Flusser beschreibt die Richtung des Wandels, der sich vollzieht während unsere Kultur mehr und mehr den Strukturen der Onlinewelt unterliegt

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