Archiv für die Kategorie ‘Quelle’

  • Xerox

    Die Übernahme von Begriffen fing schon früh in der Geschichte der Entwicklung der Computer an. Einer der ersten Personal Computer mit Interface Gestaltung der über ein Ethernet Kabel mit einem Netzwerk verbunden werden konnte, hatte in der Benennung einige Metaphern übernommen. Er war für das Erstellen und Ordnen von Dokumenten konzipiert. Seine Oberfläche enthielt Symbole übertragen aus der Umgebung eines Büros. Der Schreibtisch, Dokumente, Ordner, Taschenrechner, Kalender, Post. Alles war auf dem Bildschirm des “Xerox Star” (1981) zu finden

  • Digitale Bilder

    Die generelle Entwicklung die das Medium Bild insbesondere nach der Digitalisierung genommen hat an. Flusser beschreibt weitergehend synthetische Bilder als Umbruch der Realitätsstruktur, die von der neuen Generation überwunden werden müsste. Es ist anzunehmen das hierbei auf die Bildbearbeitung eingegangen wird. Der Eingriff in ein wahrheitsgetreues Bild wird in der Verwandlung zu einer Utopie. (Vgl. Vilém Flusser, Medienkultur, Fischer Verlag, Frankfurt am Main 19997, S. 75)

  • Freiheitliche Entwicklung

    Die freiheitliche Nutzung des Web, im Sinne von Berners-Lee steht aktuell in Widerspruch zu den kommerziellen Möglichkeiten, die das Web bietet. Der freie Zugriff auf Daten und die Möglichkeit diese zu manipulieren und auf kreative, vielfältige Weise zu republizieren sind unbedingte Bestandteile des Web

  • Digitale Kulturkritik

    Eine philosophische Sicht auf das Web, begründet aus der Besorgnis eines Literaten, verfasst in den frühen Anfängen der “Web-Invasion” wird von Villém Flusser beschrieben. Detailliert werden Vor- und Nachteile einer digitalen Gesellschaft benannt und durchleuchtet. Vertiefend auf das Individuum eingehend, zeigen sich weitere “Katastrophen” auf, die der Web-Überflutung hinterherziehen und Reformierung erzwingen

  • Verantwortung und Vorankommen

    Auf dem Titelbild des Buches “Medienkultur”, Fischer Verlag 1994 von Villém Flusser ist ein Pferd aus Metall zu sehen dessen Reiter eine Art Roboter zeigt, in den groben Umrissen eines Menschen. Der Roboter besteht aus mehreren Monitoren, Fernsehgehäusen, Knöpfen und Schaltern, Lautsprechern, Kabeln und sogar das Mundstück eines Saxophon ist an einer Seite angebracht. Alles in allem ein multifunktionales, Riesen- Monstrum auf dem Rücken eines filigranen Pferdes. Das Bild spiegelt die Kernaussage des Buches wieder: Die Last der Verantwortlichkeit eines Multimediums ist auf einem wesentlich langsameren und altmodischeren Mittel der Fortbewegung aufgesattelt

  • Richtungswandel

    Die bildliche Metapher, von einer Multimediamaschiene getragen auf einem überholten Technik der Fortbewegung wird von Flusser eingehend aufgegriffen, wenn auch vor allem gewarnt, sind die Aussagen von aufklärender Wichtigkeit. Flusser beschreibt die Richtung des Wandels, der sich vollzieht während unsere Kultur mehr und mehr den Strukturen der Onlinewelt unterliegt

  • Endgültigkeit

    Flusser kommt auf den Vorgang kreativer Prozesse literarischer Art zu sprechen. In einem solchen Vorgang der sich ohne elektrische Hilfsmittel vollzieht ist immer ein Endpunkt angestrebt. Eine Zeile, eine Seite, ein Buch, jedes einzelne ist endgültig. Es handelt von einem bestimmten Thema oder Themengebiet und das Werk steht im Kontext seiner Zeit. 8 (Vgl. Villém Flusser, Medienkultur, Fischer Verlag Frankfurt am Main 1997, S. 62 ff.)

  • `Das Medium ist die Massage´

    Mit dem Buch “Das Medium ist die Massage” wurde von Marshall Mc Luhan ein Meilenstein in der Medienphilosophie erschaffen. Das außergewöhnliche Layout des Buches ist darauf konzipiert die Aussage zu vermitteln. Trotz des wenigen Textes, der in einfacher Sprache gehalten ist, fällt es nicht leicht das Buch so zu lesen, wie man es sich erhofft. Die vielen Bilder, die kreuz und quer, irgendwo auf den Seiten auftauchen lenken von einem normalen Lesefluss ab. Leicht verliert man sich in den Illustrationen, Bildern und dadaistischen Strukturen. Ohne es zu merken liest man das Buch nicht mehr dem Text nachgehend sondern orientiert sich an den Bildern, die wiederum kaum darauf schließen lassen was die Aussage des Buches ist

  • Präsentation

    In der Annahme die Mc Luhan äußert, geht es um die Erkenntnis des Aufnahmeverlaufs von Denkschriften innerhalb eines Mediums. Er hat es durch die Gestaltung seines Buches geschafft vom Inhalt abzulenken und damit eine Aussage zu treffen, die besagt, das es nicht wichtig ist was präsentiert wird, sondern die Art wie etwas präsentiert wird

  • Schrift lesen

    Das Fundament bleibt bestehen, Schrift überträgt im Buch wie auch im Web die Informationen. In dem Buch “Das lesende Gehirn” von Maryanne Wolf, beschriebt sie in aller Ausführlichkeit was genau beim Lesen im Gehirn passiert.  Das Lesen, das Erkennen von Buchstaben und das Verständnis des Geschriebenen sind im Buch wie auch im Web wichtig. Das Lesen eines Wortes unterteilt sich in dem Erfassungsprozess in vier Stadien. Zuerst entsteht die Aufmerksamkeit durch die Buchstaben, danach werden die Buchstaben an sich erkannt. Daraufhin werden die Buchstaben mit ihren jeweiligen Lauten verknüpft. Zuetzt wird der gesamte Sprachschatz abgerufen. Innerhalb von 500 Millisekunden wird so ein Wort erfasst. (Vgl. Maryanne Wolf, Das lesende Gehirn -Wie der Mensch zum Lesen kam – und was es in unseren Köpfen bewirkt, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg 2009, S. 172 ff.)

↓ Mehr ↓