Einträge zum Stichwort ‘Digital’

  • Metaphern

    “Die Orientierung an bekannten Organisationsprinzipien eines Schreibtisches (Desktop) wird als Desktop-Metapher bezeichnet. Der metaphorische, umgangssprachliche Gebrauch von vertrauten Begriffen soll das Verstehen der Anwendung erleichtern.”3 (Bernhard Preim, Entwicklung interaktiver Systeme -Grundlagen,Fallbeispiele und innovative Anwendungsfelder, Springer Verlag Berlin-Heidelberg 1999, S. 44)

  • Scrolling oder die Maus

    Die Entwicklung, die allein die Funktionalität der Computermaus betrifft, hat ein Umdenken bewirkt. Mit einem kleinen Rädchen in der Maus integriert oder als “touch” Variante, kommt eine weitere Ebene hinzu. Bildlauf ist eine Verwirklichung die tiefreichende Wurzeln in der Buchwelt aufweist. Bücher wurden vor der Verbreitung von Bindungstechniken auf einer langen Pergamentrolle präsentiert. Um trotzdem ein gewisses Maß an Handhabung zu gewährleisten wurden zwei Stege mit Griffen an beiden Enden einer Rolle befestigt. So konnte das Papier leicht aufgerollt und an der anderen Seite wieder abgerollt werden. So ist es möglich nur bestimmte Ausschnitte  freizulegen. Das berühmteste Beispiel für diese Art des Buches ist die Torah, die seitlich gerollt wird. Im Mittelalter wurden solche Schriftrollen oft im horizontalen Format von oben nach unten abgerollt. Dieses Prinzip wird auf Internetseiten in Form von “Scrolling” eingesetzt. Bei dieser Methode von Bildlauf auf Webseiten geht es darum die Inhalte, in einer angemessenen Größe, auf dem Bildschirm darzustellen. Durch die Möglichkeit Bildausschnitte zu verschieben, ist eine Seite nicht nur auf den Rahmen des Computerbildschirms beschränkt, sondern kann beliebig viel Inhalt präsentieren. Der Betrachter kann sich mit dem Scroll von einem Inhalt zum nächsten mit einer kleinen Fingerbewegung führen

  • Multimeadia

    “Zusammenfassend kann man Multimedia im heutigen Sprachgebrauch (..) als eine Integration verschiedenartiger audiovisueller Darstellungsmedien und deren ereignisbezogene Verknüpfung auf einem Verbreitungsmedium mit der Möglichkeit zur Darstellung auf dem Informationsträger Bildschirm definieren.” 4 (Dieter K. Fröbisch -Holger Lindner -Thomas Steffen, Multi Media Design -Das Handbuch zur Gestaltung Interaktiver Medien, Laterna magica Verlag, München 1997, S. 12 ff.)

  • Digitale Bilder

    Die generelle Entwicklung die das Medium Bild insbesondere nach der Digitalisierung genommen hat an. Flusser beschreibt weitergehend synthetische Bilder als Umbruch der Realitätsstruktur, die von der neuen Generation überwunden werden müsste. Es ist anzunehmen das hierbei auf die Bildbearbeitung eingegangen wird. Der Eingriff in ein wahrheitsgetreues Bild wird in der Verwandlung zu einer Utopie. (Vgl. Vilém Flusser, Medienkultur, Fischer Verlag, Frankfurt am Main 19997, S. 75)

  • Bilder

    “Wir könnten nicht gegen den Bildstrom in Richtung der guten, alten Bilder rudern, sondern müssen, wenn wir nicht ertrinken wollen entweder schneller zu rudern versuchen als der Strom oder seitwärts in der Hoffnung, einen Ankerplatz zu finden.” 5 (Vilém Flusser, Medienkultur, Fischer Verlag, Frankfurt am Main 19997, S. 71)

  • Veröffentlichung

    Es stellt wahrscheinlich gerade die Einfachheit der Vervielfältigung von digitalen Informationen, den größten Risikofaktor dar. Konflikte tauchen in dem Moment auf, in dem eine Person oder Firma seine Daten zwar im Web veröffentlichen will aber nicht möchte das diese ohne Lizenz gesehen oder weiterverbreitet werden

  • Digitale Kulturkritik

    Eine philosophische Sicht auf das Web, begründet aus der Besorgnis eines Literaten, verfasst in den frühen Anfängen der “Web-Invasion” wird von Villém Flusser beschrieben. Detailliert werden Vor- und Nachteile einer digitalen Gesellschaft benannt und durchleuchtet. Vertiefend auf das Individuum eingehend, zeigen sich weitere “Katastrophen” auf, die der Web-Überflutung hinterherziehen und Reformierung erzwingen

  • Endgültigkeit

    Flusser kommt auf den Vorgang kreativer Prozesse literarischer Art zu sprechen. In einem solchen Vorgang der sich ohne elektrische Hilfsmittel vollzieht ist immer ein Endpunkt angestrebt. Eine Zeile, eine Seite, ein Buch, jedes einzelne ist endgültig. Es handelt von einem bestimmten Thema oder Themengebiet und das Werk steht im Kontext seiner Zeit. 8 (Vgl. Villém Flusser, Medienkultur, Fischer Verlag Frankfurt am Main 1997, S. 62 ff.)

  • Digitale Autoren

    Was die Kreativkraft des Menschen angeht, wird von Flusser eher skeptisch betrachtet. Er befürchtet die Prozesse könnten ins Leere laufen und ein haltloses Werk ohne Kontext, nach dem anderen hervorbringen. Verfolgt man den Gedanken des Autors wird deutlich, das die Unendlichkeit des Web sein größter Schwachpunkt ist. Die unzählbaren Wege des Netzes laden ein um darin verloren zu gehen. Sie lassen keinen Horizont erblicken und verlangen nicht nach einem Schluss

  • Dynamik im Vergleich

    5

    Im schnellebigen Raum des Internets ist nicht genügend Zeit um einen langen Text zu lesen. Die Literaturbranche ist nicht wie die anderen Medienbranchen nur finanziell betroffen, sondern es scheint tatsächlich so, als ob es keinen Platz für ausführliche Literatur im Webspace gibt

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